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SIMSme

SIMSme ist ein Messenger, der von der Deutschen Post AG kostenlos angeboten wird. Er ist dabei mit den Standard-Funktionen eines Messengers ausgestattet und verzichtet nur auf die Anzeige des „zuletzt online“-Status. SIMSme ist DSGVO-konform und sowohl privat als auch im Gruppenchat Ende-zu-Ende verschlüsselt.
Abstriche erhält der Messenger dafür, dass sein Quellcode nicht öffentlich einsehbar und das Protokoll für den Datenaustausch geheim sind.

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Skype

Skype ist ein von Microsoft übernommener Instant Messenger, der hauptsächlich dafür bekannt ist, zur Internettelefonie für Video und Ton eingesetzt zu werden. Skype hat 1,3 Milliarden Nutzer2. Alle Nachrichten und Anrufe sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Trotzdem werden Nachrichten gleichzeitig verschlüsselt vom Client auch zum Server in die Cloud versendet. Letzteres soll zukünftig Standard werden, so dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wegfällt.
Mit der Zustimmung zu den AGB des Messengers stimmt man außerdem zu, dass Microsoft persönliche Daten sammelt und zu unbekannten Zwecken verwenden kann. Die App ist demnach nicht vollständig DSGVO-konform in der normalen Version. Mit Skype for Business besteht dieses Problem nicht. Sollte man als Arbeitgeber planen, über Skype ein Bewerbungsgespräch zu führen, muss man außerdem einiges beachten, denn Skype-Interviews als Ersatz für ein Bewerbungsgespräch vor Ort sind nur erlaubt, wenn

  • eine Einwilligung des Bewerbers eingeholt wird,
  • die Einwilligung freiwillig und informiert erfolgt,
  • die Informationen zur Datenverarbeitung auch bzw. insbesondere auf die Datenverarbeitung von Skype und Microsoft Bezug nehmen und
  • dem Bewerber neben dem Skype-Interview weitere Möglichkeiten (Telefongespräch, Gespräch vor Ort etc.) angeboten werden, so dass eine zwanghafte Kopplung zum Skype entfällt.

1Nachrichten auf 2 Wegen verschickt.

2Stand: 2017

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Telegram

Telegram ist eine russische Messenger-Alternative, die einige Einschränkungen im Sicherheitsbereich hat. Sie verzeichnet rund 200 Mio Nutzer3. Es gibt die Möglichkeit eines Ende-zu-Ende-verschlüsselten Chats, allerdings nur zwischen zwei Personen, nicht für Gruppen und auch nur auf mobilen Geräten. Dafür muss man selbstständig einen „geheimen Chat“ öffnen1, Standard ist diese Verschlüsselung nicht. Die Verschlüsselung, die verwendet wird, ist ein Mix aus gängigem Übertragungs-Protokoll und Eigenentwicklung, weshalb Experten skeptisch sind, was die wirkliche Sicherheit in der Übertragung der Daten betrifft. Zusätzlich ist nur die App Open Source, die Server des Messengers sind es nicht.

1nicht als Standard-Einstellung

2nur App

3Stand: März 2018 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/515623/umfrage/monatlich-aktive-nutzer-von-telegram-weltweit/

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Viber

Viber wurde von der japanischen Firma Rakuten entwickelt und besitzt in Bezug auf den Datenschutz die wichtigsten Funktionen: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, DSGVO-Konformität und ein Open-Source-Protocol. Es unterstützt jede Plattform und beinhaltet komfortable weitere Funktionen, wie Sprach- und Videounterstützung sowohl in Echtzeit als auch als aufgenommene Nachricht, das Versenden von GIFs, Stickern und YouTube-Videos direkt im Messenger.
Knapp über eine Milliarde Menschen sind auf Viber angemeldet1, wobei die meisten registrierten Nutzer im asiatischen Raum leben.

1Stand: Juli 2017

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Wire

Wire ist eine schweizerische App, die spezielle Funktionen für den beruflichen Bereich als Wire PRO bietet. Diese kosten im Monat 4€ pro Benutzer und schalten sogenannte Teams frei, mit denen man Mitarbeiter für bestimmte Projekte zusammenfassen kann. Weiterhin können diese Teams auch für Gäste zur Verfügung gestellt werden, in dem sie mit eingeladen werden und dann den Verlauf verfolgen können. Normale Chats und Gruppenchats, wie man sie von anderen Messengern kennt, unterstützt Wire ebenfalls. Die Variante für private Benutzung ist kostenfrei und genauso Ende-zu-Ende verschlüsselt, Open Source und DSGVO-konform wie die PRO-Variante.

1abhängig von der Variante

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Jabber (XMP-Protokoll)

Im Gegensatz zu allen anderen in diesem Vergleich aufgeführten Messengern ist zu beachten, dass XMPP (Extensible Messaging and Presence Protocol) ein Protokoll zur Datenübertragung ist und Jabber den Dienst bezeichnet, der dieses Protokoll nutzt und somit den föderalen Austausch zwischen den Servern erlaubt. Die Kompatibilität auf den einzelnen Plattformen wird durch verschiedene Programme erreicht, die das Protokoll bzw. den Dienst nutzen. Durch Erweiterungen (XEP = XMPP Extension Protocols) ist das Protokoll flexibel und kann mit den Anforderungen des jeweiligen Programmes wachsen.
Auf den ersten Blick erscheint es also theoretisch unfair es mit Messenger-Diensten zu vergleichen, die alles aus einer Hand bieten. Aus Nutzersicht wird hiermit aber eine Open-Source-Lösung geboten, die unabhängig von irgendwelchen Anbietern über fast alle Plattformen sehr viele Vorteile bietet. Insbesondere hat der Nutzer eine viel größere Auswahl, welchen Client er einsetzen möchte. Einige bekannte Clients die XMPP beherrschen sind z.B. Dino, Conversations (siehe Screenshot), ChatSecure, PixArt, Gajim, Monal, Pidgin, Psi+ Yaxim oder Xabber.
Der Aufwand die Lösung einzusetzen, insbesondere für eine sichere Kommunikation zu sorgen, ist aber komplizierter und verlangt dem Nutzer etwas mehr Wissen ab, womit es wohl nicht für alle Nutzergruppen als geeignet erscheint.

1z.B. ChatSecure, Conversations

2z.B. Conversations

3z.B. Profanity

4z.B. ChatSecure

5z.B. Conversations

6z.B. Conversations, Xabber

7z.B. ChatSecure

8z.B. AstraChat, Swift, Spark

9z.B. AstraChat, Dino, Kaidan

10 z.B. AstraChat, Jitsi Desktop, Psi

Conversations Screenshot

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WhatsApp

WhatsApp ist der in Europa bekannteste und am Smartphone meistgenutzte Messenger-Dienst mit 1,5 Milliarden1 registrierten Personen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eigene Kontakte diese App installiert haben, ist sehr groß und die Kernfunktionen, die ein Messenger mitbringen sollte, orientieren sich aufgrund des Bekanntheitsgrades an WhatsApp.
Nach wiederholter Kritik, die den Datenschutz der App betraf, haben die Entwickler zwar offiziell Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt. Laut Brian Acton, den Mitgründer von WhatsApp, ist dies aber auch bald hinfällig. Nach der Übernahme von WhatsApp durch Facebook gab es eine vertragliche Abmachung, dass WhatsApp die ersten 5 Jahre in den Händen von Facebook weiterhin kein Geld abwerfen muss. Im Februar 2019 läuft diese Frist ab. Brian Acton behauptet, Facebook plane bereits die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aufzuweichen um gezielt Werbung im Status der Nutzer platzieren zu können.

1Stand: Juli 2018